Für Christoph ist der klassische Berufsweg als Internist nur ein Teil der Realität. Er arbeitet heute zu 40 bis 60 Prozent in einer Gruppenpraxis als Hausarzt, ergänzt durch regelmässige temporäre Einsätze in Spitälern, Praxen und im Bereich Arbeitsmedizin. Ein Modell, das bewusst auf Kombination setzt statt auf ein Entweder-oder.

Publié le 26.05.2026 in Témoignages Équilibre entre vie professionnelle et vie privée
Sein Alltag ist alles andere als standardisiert. An einem Tag betreut er Patient/innen in der gewohnten Umgebung der Praxis, wenige Tage später arbeitet er in einem neuen Team in einem Spital oder übernimmt arbeitsmedizinische Abklärungen. Die Einsatzorte wechseln, die Aufgaben auch.
Genau diese Vielfalt ist für ihn zentral. Ebenso wie die Möglichkeit, seine Auslastung selbst zu steuern. Es gibt Phasen, in denen er bewusst mehr arbeitet, und solche, in denen er sich Zeit für sich nimmt.
Die Einsätze lassen sich in der Regel gut vorausplanen und an die eigene Verfügbarkeit anpassen. Gleichzeitig bleibt bewusst Spielraum für ruhigere Phasen oder spontane Entscheidungen.
Nach dem Facharzttitel war für ihn zunächst der klassische Weg naheliegend. Eine Festanstellung bietet Sicherheit, klare Strukturen und ein stabiles Umfeld. Zeitgleich wurde ihm aber auch bewusst, dass damit eine starke Einbindung einhergeht – mit begrenztem Spielraum, wenn es um Flexibilität und eigene Prioritäten geht.
Statt sich zwischen Sicherheit und Freiheit zu entscheiden, hat er sich für eine Kombination entschieden: Die Festanstellung als Basis, temporäre Einsätze als bewusste Ergänzung.
Diese Mischung bringt mehrere Vorteile mit sich. Die Festanstellung sorgt für Kontinuität und deckt die Grundsicherheit ab. Die temporären Einsätze schaffen Abwechslung, ermöglichen Einblicke in unterschiedliche Betriebe und bieten die Freiheit, Einsätze gezielt auszuwählen oder auch abzulehnen. Zugleich bleibt er fachlich breit aufgestellt und sammelt kontinuierlich neue Erfahrungen aus unterschiedlichen medizinischen Settings.
Im Alltag bedeutet dieses Modell auch, dass Planung eine zentrale Rolle spielt. Die grösste Herausforderung liegt darin, die Einsätze mit der Festanstellung zu koordinieren. Doppelbuchungen müssen vermieden, Verfügbarkeiten frühzeitig abgestimmt werden.
Gerade weil er auch in der Praxis flexibel eingeplant werden kann, braucht es eine vorausschauende Organisation. Gleichzeitig gehört dazu, dass die Auslastung schwankt – es gibt intensivere Phasen und ruhigere Zeiten, die er bewusst nutzt.
Der Wechsel in neue Umfelder funktioniert meist schneller als erwartet. Klinikinformationssysteme, Abläufe und Teams sind unterschiedlich, doch vieles erschliesst sich innerhalb kurzer Zeit. Unterstützung kommt dabei oft direkt aus den Teams – von Pflegefachpersonen, MPAs oder Assistenzärzt/innen.
Die Akzeptanz für temporäre Einsätze ist hoch. Viele Institutionen sind auf diese Form der Unterstützung angewiesen und entsprechend offen dafür.
Für sie bedeutet das konkret: erfahrene Unterstützung genau dann, wenn sie gebraucht wird. Sei es zur Überbrückung von Ausfällen, bei erhöhter Auslastung oder zur gezielten Entlastung bestehender Teams. Parallel bleibt die Flexibilität erhalten, ohne langfristige Verpflichtungen eingehen zu müssen.
Für ihn persönlich hat sich vor allem die Balance verändert. Die Möglichkeit, Arbeit bewusst zu steuern, schafft Raum für andere Dinge. An freien Tagen ist er oft draussen unterwegs – wandern, fotografieren oder schwimmen in der Aare. Auch das Private hat seinen festen Platz.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit Careanesth AG. Der Kontakt entstand während der Corona-Zeit über ein Impfzentrum und hat sich seither etabliert.
Entscheidend ist für ihn vor allem die Art der Zusammenarbeit: persönlich, unkompliziert und ohne Druck. Einsätze werden abgestimmt, nicht vorgegeben. Individuelle Präferenzen werden berücksichtigt, organisatorische Themen zuverlässig abgewickelt.
Das Modell eignet sich nicht für alle, aber für viele Internisten, die ihre Arbeit aktiver gestalten möchten. Für diejenigen, die Abwechslung schätzen, flexibel sind und zeitgleich nicht vollständig auf Sicherheit verzichten wollen, kann diese Kombination eine passende Lösung sein.
Gleichzeitig bietet sie auch für Institutionen einen klaren Mehrwert – in Form von erfahrener, kurzfristig verfügbarer Unterstützung.
Weitere Informationen zum Modell und zu möglichen Einsatzformen gibt Christoph Geissler gerne im persönlichen Austausch.